Ervaring die Staat fühlt sich sofort wie ein Ort an, an dem Menschen wirklich gesehen werden. Während unseres Rundgangs kommen wir an dem Kreativraum, der Fahrradwerkstatt, der Kerzenwerkstatt, dem gemeinsamen Essbereich und den Büros der Mitarbeitenden vorbei. Überall passiert etwas. Es wird gearbeitet, gegessen, gesprochen und gelacht.
Für Menschen ohne festen Wohnsitz ist dies weit mehr als nur eine Tagesstätte. Es ist ein sicherer Ort für den Tag. Ein Ort, an dem man für einen Moment nicht nur ums Überleben kämpfen muss.
Wir sprechen mit Pim Jansen, einem Streetworker bei Ervaring die Staat. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen geht er auf die Straße, um Menschen zu finden, die Hilfe benötigen. Manche werden von der Gemeinde vermittelt, manche kommen über Empfehlungen, und manche trifft Pim buchstäblich draußen auf der Straße.
„Wir leisten oft die Vorarbeit“, erzählt Pim. „Bis jemand Vertrauen fasst und sagt, was er oder sie braucht.“
Das braucht Zeit. Vertrauen entsteht nicht in einem einzigen Gespräch. Manchmal dauert es Monate, manchmal Jahre, bis jemand Hilfe annimmt. Pim erzählt von Menschen, die er anderthalb Jahre oder sogar länger immer wieder besucht hat, bevor genug Vertrauen entstanden war, um den nächsten Schritt zu gehen.
Hinter jeder Situation steckt eine Geschichte. Scham, Misstrauen gegenüber Institutionen, komplizierte Regelungen oder schlicht kein Zugang zur richtigen Unterstützung. Für Pim und seine Kolleginnen und Kollegen steht eines im Mittelpunkt: weiterkommen. Weiter zuhören. Und weiterhin den Menschen hinter der Situation sehen.
Während unseres Besuchs sprechen wir auch mit Sultan, einem Mann aus Ungarn, der draußen schläft. Er kommt schon seit Jahren zu Ervaring die Staat. Tagsüber hält er sich oft dort auf, nachts fährt er mit dem Fahrrad zu einem ruhigen Ort außerhalb der Stadt.
Sultan nutzt einen Shelterbag, um warm zu bleiben. „Ich lege noch eine zusätzliche Decke darüber“, erzählt er. „So bin ich nachts besser geschützt und bleibe warm.“
Er schläft bewusst nicht mitten auf der Straße. „Ich habe einen guten Platz. Ruhig. Außerhalb der Stadt.“ Der Shelterbag hilft ihm, dort sicher durch die Nacht zu kommen.
Er erzählt ehrlich, was gut funktioniert und was verbessert werden könnte. Der neuere Shelterbag belüftet besser, aber an der älteren Version mochte er manche Details lieber. Genau dieses Feedback ist für uns wertvoll. Produkte zu verbessern beginnt damit, den Menschen zuzuhören, die sie nutzen.
In Eindhoven gibt es zu wenige Unterbringungsplätze für alle Menschen, die draußen schlafen. Außerdem hat nicht jeder automatisch Anspruch auf eine Unterkunft. Woher man kommt, wo man gemeldet ist und wie die persönliche Situation aussieht, bestimmt oft, ob man Hilfe erhält.
Pim erlebt täglich, was das bedeutet. Menschen müssen immer wieder anrufen, um einen Schlafplatz zu finden – obwohl sie manchmal gar kein Telefon besitzen. Andere fallen durch das System, weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllen.
Für diese Menschen kann ein Sheltersuit oder Shelterbag den Unterschied machen zwischen einer ungeschützten Nacht und einer Nacht mit etwas mehr Wärme, Sicherheit und Würde.
Ervaring die Staat und Sheltersuit arbeiten seit fast zehn Jahren zusammen. Schon seit den ersten Jahren von Sheltersuit werden Produkte über Pim, Michael und ihr Team an Menschen verteilt, die sie wirklich benötigen.
Genau das macht diese Zusammenarbeit so wertvoll. Die Streetworker kennen die Menschen, wissen, wer draußen schläft, und können einschätzen, wer einen Sheltersuit oder Shelterbag braucht. Inzwischen ist Ervaring die Staat auch zu einer Art Verteilstelle für Organisationen aus der Region geworden, darunter Helmond und umliegende Gemeinden.
So entsteht eine starke lokale Kette: Sheltersuit stellt die Produkte her, Ervaring die Staat sorgt dafür, dass sie bei den richtigen Menschen ankommen.
Ein Sheltersuit oder Shelterbag löst das Problem der Obdachlosigkeit nicht. Das wissen wir. Aber solange Menschen draußen schlafen müssen, ist Schutz dringend notwendig. Vor Kälte, Wind, Regen und Feuchtigkeit. Und vielleicht genauso wichtig: Es zeigt den Menschen, dass sie nicht vergessen sind.
Bei Ervaring die Staat haben wir erneut gesehen, wie wichtig ein menschlicher Ansatz ist. Eine Mahlzeit, ein Gespräch, ein Arbeitsplatz, ein offenes Ohr und manchmal ein warmer Shelterbag: Gemeinsam machen sie einen Unterschied.
Möchtest du Menschen wie Sultan helfen, warm und geschützt durch die Nacht zu kommen? Spende noch heute und ermögliche einen Sheltersuit oder Shelterbag für jemanden ohne ein Dach über dem Kopf.